Es gibt nichts Totes auf der Welt, hat alles sein Verstand, es lebt das öde Felsenriff, es lebt der dürre Sand.
Laß deine Augen offen sein, geschlossen deinen Mund und wandle still, so werden dir geheime Dinge kund.
Dann weißt du, was der Rabe ruft und was die Eule singt, aus jedes Wesens Stimme dir ein lieber Gruß erklingt.
( von Hermann Löns )
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Der Wald lebt, er kann atmen und sprechen und erzählt die Sage von der Urmutter allen Lebens ...
( jakutische Weisheit )
Alles, was die Natur selbst anordnet, ist zu irgendeiner Absicht gut. Die ganze Natur überhaupt ist eigentlich nichts anderes, als ein Zusammenhang von Erscheinungen nach Regeln; und es gibt überall keine Regellosigkeit.
( Immanuel Kant )
(1182 - 1226), katholischer Heiliger, Stifter des Franziskanerordens.
Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir, alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleichgestellte Werke des allmächtigen Schöpfers - unsere Brüder.
Alles, was ist, wie groß und gut es sei, besteht seine Zeit, erfüllt seine Zwecke und geht vorüber.
Gott wünscht, daß wir den Tieren beistehen, wenn sie Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiche Rechte auf Schutz.
Daß mir der Hund das Liebste sei, sagst du o Mensch, sei Sünde? Der Hund blieb mir im Sturme treu der Mensch nicht mal im Winde.
Alle Gebilde der Schöpfung sind Kinder des einen Vaters und daher Brüder.
Gepriesen seist Du, mein Herr, mit all Deinen Geschöpfen, zumal durch unsere edle Schwester Sonne, die unsren Tag erleuchtet.
Sei gepriesen und gelobt mein Gott, durch Wolken, Sonnenschein und Wetter, die das Leben spenden und erhalten.
Soviel ein Mensch vor Gott ist, soviel ist er wirklich. Und mehr ist er nicht.
Ich bin ein Baum mit vielen Blättern, ein starker Stamm, der den Stürmen trotzt. Meine Wurzeln wachsen in warmer Erde, zum Himmel erhebt sich hoch meine Krone.
Ich war eine Weide am dunklen Gewässer, lebte schon lange vor heutigen Leuten. Trauer trug ich um tausend Geschlechter, wuchs am Weiher weiter dennoch.
Bin eine Birke nun, blühend und jung. Der Frühling färbt mich frisch und hell. Weiß und wundlos wächst meine Rinde. Zarte Zweige zeig ich dem Morgenlicht.
Bin schon bald eine Buche am Wege, breite aus meine Arme nach allen Seiten. In die Rinde geritzt trag ich manche Runen, bin groß und grau und glatt nimmermehr.
Eine alte Eiche werde ich einmal sein. Rauh und rissig rag ich empor. Habe Wind und Wetter wohl überstanden, bin hart und harzig, bis der Herbst mich entlaubt.
Ich bin ein Baum mit vielen Blättern, ein starker Stamm, der den Stürmen trotzt. Meine Wurzeln wachsen in warmer Erde, zum Himmel erhebt sich hoch meine Krone.